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You f**** liar! - A love story

Mittlerweile ist genug Zeit vergangen und ich kann darüber lachen. Anfangs konnte ich das nicht. Vor Beginn sei noch zu erwähnen, dass es sich hierbei um keine erfundene Geschichte handelt, es hat sich mir wirklich so zugetragen.

Es war am Anfang des Sommers, es war ein Spontanurlaub in Spanien. Nur meine beste Freundin und ich, mal wieder gemeinsam Urlaub machen, nur wir beide. Das Ferienziel war nicht gerade bekannt für seine Partyszene oder das Nighlife, doch das war der Grund warum wir uns dafür entschlossen - es sollten entspannte Tage werden und keine Dauerparty. Doch es kommt immer anders - und vorallem als man denkt.

Der erste Tag war so wie wir ihn uns vorgestellt hatten, nach einer etwas turbulenten Anreise (aber das ist eine andere Geschichte) wurde der Strand erobert und um die Wette gechillt. Einfach die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, einen Cocktail in der Hand, eine Zeitschrift mit kitschigen Liebesromanen in der anderen - was will man mehr?

Der zweite Tag begann genauso, das Meer war traumhaft, die Wassertemperatur erfrischend aber nicht kalt, ein strahlend blauer wolkenloser Himmel und nichts zu tun außer es sich gut gehen zu lassen. Bevor wir uns am späten Nachmittag wieder auf den Weg zurück zum Hotel machen wollten kamen zwei junge Männer an den Strand und platzierten sich nur zwei Liegen weiter von uns. Natürlich hatten sie sofort unsere Aufmerksamkeit geweckt, da es sich bei den anderen Gästen unseres Hotels nur um Familien oder ältere Pärchen handelte. Eine Weile haben wir überlegt wie wir am besten Kontakt mit ihnen aufehmen sollten und haben es nach einer Stunde dann geschafft (wie wir es angestellt haben werde ich an dieser Stelle nicht preisgeben - es war einfach zu plump als das ich es hier niederschreiben möchte). Da sie im selben Hotel wie wir untergebracht waren hat man sich für den Abend zum gemeinsamen Aperitif verabredet.

Wir sind dann natürlich sofort zurück zum Hotel - wenn man auf einmal nicht nur ältere Menschen und Familien um sich hat nimmt das umstyling für das Abendmenü plötzlich mehr Zeit in Anspruch. Pünktlich trafen wir uns dann also in der Lobby und bei einem Glas Aperol Spritz lernten wir uns ein wenig kennen. Wir verstanden uns sofort so gut, dass wir den Oberkellner baten uns für das Dinner einen gemeinsamen Tisch zu geben. Auch das Essen verlief sehr amüsant und so wollten wir ebenso den restlichen Abend gemeinsam verbringen. Wir sind also, nach einem erneuten umstyling, durch die Innenstadt geschlendert und schließlich in einer Cocktailbar gelandet und je länger der Abend wurde, desto stärker auch die Cocktails und umso höher der Alkoholspiegel. (so viel zum Thema 'keine Partys, keine Männer'...)

Es kristallisierte sich dann bald heraus in welcher Konstellation es enden würde. Das witzige war nämlich, dass die beiden - genau wie wir - beste Freunde waren und auch mal wieder gemeinsam Urlaub machen wollten. Meine Freundin, kleiner als ich und blond, verstand sich blendend mit dem ebenso blonden Gregor und ich selbst, groß und dunkelhaarig, hatte ein Auge auf den einen guten Kopf größeren und dunkelhaarigen Chris geworfen. Steffi und Gregor waren auch eher die quirrligeren, konnten nicht lange still sitzen und führten lautstark hitzige Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen. Chris und ich sind eher ruhigere Typen mit schwarzem, sarkastischem Humor.

Sozusagen hat sich alles gut gefügt und nach einem Gespräch unter vier Augen mit Steffi konnten wir unser Urlaubsglück kaum fassen - wie hoch ist denn schon die Wahrscheinlichkeit ungewollt zwei so passende Männer zu treffen? Wie schön wäre es wenn es weiterhin funktioniern würde - man könnte so vieles zu viert unternehmen, weil sich jeder mit dem anderen so gut versteht. Und es schien so perfekt zu laufen - das wird mehr als ein Urlaubsflirt, wir waren uns schon fast sicher. (Im Nachhinein denke ich mir nun - wie blind kann man sein?)

Die restlichen Tage waren traumhaft, wir waren ständig zu viert unterwegs und hatten eine menge Spaß, ein wenig verliebtheit war natürlich auch schon dabei, es war einfach unvorstellbar schön. Der Tag des Abschiedes war dafür umso grausamer, den ganzen Tag über schon war die Stimmung getrübt von dem was noch kommen sollte. Als es dann schließlich soweit war, der Moment des Abschiedes, das letzte Mal das man sich sieht, das letzte Mal in den Arm nehmen, das letzte Mal in seine Augen sehen,... es war schmerzhaft. Die Tränen flossen in Strömen, den ganzen Heimweg. Wir wohnten ungefähr 300km entfernt, keine Weltreise, aber eben auch nicht gerade um die Ecke... Man wollte sich wiedersehen, nur wann wusste man nicht. Also war das ein Abschied auf unbestimmte Zeit und nicht zu wissen ob und wann man sich wieder sieht machte das ganze so schlimm.

Die nächsten Tage waren eine Qual, ich funktionierte wie ein Roboter. Arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen,... Bis ich dann endlich wieder von ihm hörte - doch es waren keine guten Neuigkeiten.  Er sagte er hätte mich wirklich sehr gern, der gemeinsame Urlaub war unvergesslich, aber sein Gewissen plage ihn, er wolle  reinen Tisch machen. Das hörte sich nicht gut an, mein Herz setzte einen Schlag aus, was sollte das heißen??

Ich fand heraus (nicht alles sofort, er teilte mir die Informationen stückchenweise mit), dass er bei seinem Alter gelogen hatte - in Wirklichkeit war er 5 Jahre älter als er gesagt hatte, dass er verheiratet war und Kinder hatte.

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You f****** liar!

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So sehr verletzt wurde ich noch nie in meinem Leben. Aber ich habe daraus gelernt. So blauäugig werde ich nie wieder sein. Nie wieder werde ich so einfach einem Mann alles glauben was er mir erzählt. Ein zweites Mal mache ich das nicht mehr durch!

Mary

Why did you lie to me?
Can't be trusted, good for nothing type of brother
Everything you claimed to be was a lie, lie
(Anastacia - Why'd you lie to me?)

6.10.10 18:38
 


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