Schmetterlinge in weiß
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Nightlife - Männer sind keine Schweine, sondern Ziegen...

Nach einiger Zeit konnte ich gestern endlich mal wieder das Nachtleben in Wien mit einer Freundin erkunden. Unsere bevorzugten Locations sind kleinere Clubs und Bars, riesige Discotempel (like Praterdome) versuchen wir eher zu vermeiden.

Nachdem wir, wie gesagt, schon länger nicht mehr in unseren Lieblingsclubs waren gab es dort viel neues zu bestaunen - zum Beispiel die am 1. Juli eingeführte Trennung von Rauchern &  Nichtrauchern (ja meine lieben Leser aus Deutschland - bei uns darf in Discos noch großflächig geraucht werden und nicht nur in kleinen Eckchen  ) Doch am meisten enttäuscht waren wir von unserem Lieblingsbarkeeper, der nun anscheinend zu arrogant geworden ist um Leute zu bedienen die weniger als 20 Shots gleichzeitig bestellen. Schade.

Am deprimierensten von allem war jedoch die Auswahl an Männern, die Vielfalt war zwar groß (vom 'Nerd' bis hin zum solariumgebräunten, EdHardy-Kapperl tragenden Krocha war alles dabei) aber ernüchternd.
Nach guten 3 Stunden dann aber endlich durch Zufall einen Mann gefunden der 'normal' zu sein schien - wirklich lieb und charmant, gut aussehend und humorvoll. Durch Zufall deshalb, da ich ihn in einer kleinen Bar getroffen habe in die wir eigentlich nur gegangen sind, da wir eigentlich einen anderen Club gesucht hatten und uns unterwegs so kalt wurde, dass wir uns dort kurz aufwärmen wollten. Lief  eigentlich soweit alles gut, wir haben uns prima verstanden, das Flirten machte Spaß und deshalb zog ich noch mit ihm und seinen Freunden in den nächsten Club weiter.

Irgendwann meinte er, er geht kurz auf die Toilette und ich habe mich solange mit einem seiner Freunde unterhalten. Der sagte mir ganz unverblümt:
"R. ist eigentlich immer der Frauenmagnet - egal wo wir hingehen, er hat immer sofort Frauen um sich geschart. Nur seit er eine Freundin hat ist das nicht mehr so - in einer Beziehung ist er treu."
Erst mal kurz sprachlos fand ich dann aber zum Glück schnell meine Stimme wieder und sagte nur:
"Treue Männer sollten anderen Frauen aber nicht am Arsch greifen, sag ihm das mal." hab mich umgedreht und seinen Freund mit einem verdutzten Gesichtsausdruck alleine stehen lassen.
Am Weg hinaus traf ich noch auf R., flüsterte ihm beim vorbeigehen ins Ohr "Dein Freund hat mir interessante Geschichten über dich erzählt. Ein schönes Leben noch." und bin gegangen.

Was ich von dem Abend gelernt habe? Einen sehr weisen Spruch, ich kann mich nur leider nicht mehr erinnern wer ihn mir anvertraut hatte. Nämlich:

"Männer sind keine Schweine, sondern Ziegen. Schweine sind viel zu reinlich."

Doch es gibt da noch einen ganz besonderen Mann. Auf ihn kann ich mich IMMER verlassen. Egal wann ich zu ihm komme - und sei es noch so spät - er schenkt mir wärme, ein offenes Ohr und leckeres Essen - Der Pizza-Mann von der Ecke.

Mary

kabinenparty - geht scho gemma vulgas
kabinenparty - he wos mochst denn du da?
kabinenparty - mei kabine is supa
kabinenparty - geht scho schimm ma no ans ufa
(Skero - Kabinenparty)

9.10.10 14:17


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You f**** liar! - A love story

Mittlerweile ist genug Zeit vergangen und ich kann darüber lachen. Anfangs konnte ich das nicht. Vor Beginn sei noch zu erwähnen, dass es sich hierbei um keine erfundene Geschichte handelt, es hat sich mir wirklich so zugetragen.

Es war am Anfang des Sommers, es war ein Spontanurlaub in Spanien. Nur meine beste Freundin und ich, mal wieder gemeinsam Urlaub machen, nur wir beide. Das Ferienziel war nicht gerade bekannt für seine Partyszene oder das Nighlife, doch das war der Grund warum wir uns dafür entschlossen - es sollten entspannte Tage werden und keine Dauerparty. Doch es kommt immer anders - und vorallem als man denkt.

Der erste Tag war so wie wir ihn uns vorgestellt hatten, nach einer etwas turbulenten Anreise (aber das ist eine andere Geschichte) wurde der Strand erobert und um die Wette gechillt. Einfach die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, einen Cocktail in der Hand, eine Zeitschrift mit kitschigen Liebesromanen in der anderen - was will man mehr?

Der zweite Tag begann genauso, das Meer war traumhaft, die Wassertemperatur erfrischend aber nicht kalt, ein strahlend blauer wolkenloser Himmel und nichts zu tun außer es sich gut gehen zu lassen. Bevor wir uns am späten Nachmittag wieder auf den Weg zurück zum Hotel machen wollten kamen zwei junge Männer an den Strand und platzierten sich nur zwei Liegen weiter von uns. Natürlich hatten sie sofort unsere Aufmerksamkeit geweckt, da es sich bei den anderen Gästen unseres Hotels nur um Familien oder ältere Pärchen handelte. Eine Weile haben wir überlegt wie wir am besten Kontakt mit ihnen aufehmen sollten und haben es nach einer Stunde dann geschafft (wie wir es angestellt haben werde ich an dieser Stelle nicht preisgeben - es war einfach zu plump als das ich es hier niederschreiben möchte). Da sie im selben Hotel wie wir untergebracht waren hat man sich für den Abend zum gemeinsamen Aperitif verabredet.

Wir sind dann natürlich sofort zurück zum Hotel - wenn man auf einmal nicht nur ältere Menschen und Familien um sich hat nimmt das umstyling für das Abendmenü plötzlich mehr Zeit in Anspruch. Pünktlich trafen wir uns dann also in der Lobby und bei einem Glas Aperol Spritz lernten wir uns ein wenig kennen. Wir verstanden uns sofort so gut, dass wir den Oberkellner baten uns für das Dinner einen gemeinsamen Tisch zu geben. Auch das Essen verlief sehr amüsant und so wollten wir ebenso den restlichen Abend gemeinsam verbringen. Wir sind also, nach einem erneuten umstyling, durch die Innenstadt geschlendert und schließlich in einer Cocktailbar gelandet und je länger der Abend wurde, desto stärker auch die Cocktails und umso höher der Alkoholspiegel. (so viel zum Thema 'keine Partys, keine Männer'...)

Es kristallisierte sich dann bald heraus in welcher Konstellation es enden würde. Das witzige war nämlich, dass die beiden - genau wie wir - beste Freunde waren und auch mal wieder gemeinsam Urlaub machen wollten. Meine Freundin, kleiner als ich und blond, verstand sich blendend mit dem ebenso blonden Gregor und ich selbst, groß und dunkelhaarig, hatte ein Auge auf den einen guten Kopf größeren und dunkelhaarigen Chris geworfen. Steffi und Gregor waren auch eher die quirrligeren, konnten nicht lange still sitzen und führten lautstark hitzige Diskussionen über die unterschiedlichsten Themen. Chris und ich sind eher ruhigere Typen mit schwarzem, sarkastischem Humor.

Sozusagen hat sich alles gut gefügt und nach einem Gespräch unter vier Augen mit Steffi konnten wir unser Urlaubsglück kaum fassen - wie hoch ist denn schon die Wahrscheinlichkeit ungewollt zwei so passende Männer zu treffen? Wie schön wäre es wenn es weiterhin funktioniern würde - man könnte so vieles zu viert unternehmen, weil sich jeder mit dem anderen so gut versteht. Und es schien so perfekt zu laufen - das wird mehr als ein Urlaubsflirt, wir waren uns schon fast sicher. (Im Nachhinein denke ich mir nun - wie blind kann man sein?)

Die restlichen Tage waren traumhaft, wir waren ständig zu viert unterwegs und hatten eine menge Spaß, ein wenig verliebtheit war natürlich auch schon dabei, es war einfach unvorstellbar schön. Der Tag des Abschiedes war dafür umso grausamer, den ganzen Tag über schon war die Stimmung getrübt von dem was noch kommen sollte. Als es dann schließlich soweit war, der Moment des Abschiedes, das letzte Mal das man sich sieht, das letzte Mal in den Arm nehmen, das letzte Mal in seine Augen sehen,... es war schmerzhaft. Die Tränen flossen in Strömen, den ganzen Heimweg. Wir wohnten ungefähr 300km entfernt, keine Weltreise, aber eben auch nicht gerade um die Ecke... Man wollte sich wiedersehen, nur wann wusste man nicht. Also war das ein Abschied auf unbestimmte Zeit und nicht zu wissen ob und wann man sich wieder sieht machte das ganze so schlimm.

Die nächsten Tage waren eine Qual, ich funktionierte wie ein Roboter. Arbeiten, schlafen, arbeiten, schlafen,... Bis ich dann endlich wieder von ihm hörte - doch es waren keine guten Neuigkeiten.  Er sagte er hätte mich wirklich sehr gern, der gemeinsame Urlaub war unvergesslich, aber sein Gewissen plage ihn, er wolle  reinen Tisch machen. Das hörte sich nicht gut an, mein Herz setzte einen Schlag aus, was sollte das heißen??

Ich fand heraus (nicht alles sofort, er teilte mir die Informationen stückchenweise mit), dass er bei seinem Alter gelogen hatte - in Wirklichkeit war er 5 Jahre älter als er gesagt hatte, dass er verheiratet war und Kinder hatte.

 ---

You f****** liar!

---

So sehr verletzt wurde ich noch nie in meinem Leben. Aber ich habe daraus gelernt. So blauäugig werde ich nie wieder sein. Nie wieder werde ich so einfach einem Mann alles glauben was er mir erzählt. Ein zweites Mal mache ich das nicht mehr durch!

Mary

Why did you lie to me?
Can't be trusted, good for nothing type of brother
Everything you claimed to be was a lie, lie
(Anastacia - Why'd you lie to me?)

6.10.10 18:38


Schildbürger 2010

Die Schildbürger fällen Bäume und wollen nun die Stämme in ihre Stadt bringen. Sie stellen fest, dass das Stadttor zu schmal ist: die Baumstämme passen der Breite (eigentlich der Länge, denn sie tragen sie parallel zur Mauer!) nach nicht durch. Also reißen sie links und rechts vom Tor die Stadtmauer ein, bis die Stämme hindurchpassen. Als die Schildbürger fertig sind, merken sie, dass es doch viel einfacher gewesen wäre, die Baumstämme der Länge nach durch das Tor zu tragen. Sie tragen nun also alle Baumstämme wieder aus der Stadt, mauern die Stadtmauer links und rechts wieder zu und tragen die Stämme abermals – nun der Länge nach – durch das Tor in die Stadt.

Diese Geschichte, zuletzt gehört in meiner Kindheit, hatte ich heute Nachmittag bei unser Aktion "Wie transportiere ich einen Kasten von der Wohnung in den Keller" nach einer Weile im Kopf. Folgendes hat sich zugetragen:

Relativ neu in die Wohnung eingezogen beschlossen meine Mitbewohnerin und ich heute einen recht großen Kasten der Vormieterin abzubauen und im Keller zwischenzulagern. "Keine große Sache" dachten wir uns, "das schaffen wir alleine, wir haben ja einen Lift". Also erst mal alle Einzelteile vor der Wohnungstür platziert, von dort dann als nächste Station vor den Lift gestellt, danach alles in den Lift gepackt, in das erste Kellergeschoss gefahren und alles wieder ausgeräumt. Soweit so gut.

Da ich hier noch nie in unserem Kellerabteil war sagte ich meiner Mitbewohnerin sie soll vorausgehen, sie war ja immerhin schon mal dort. Als wir durch die erste Tür gingen waren wir in einem sehr kleinen Raum mit vielleicht fünf Abteilen. Da wir in einem recht großen Haus wohnen mit vielen Wohnungen war mir hier schon klar, dass das nicht alles sein konnte und wie sich herausstellte war unser Abteil nicht dabei. "Hast du dich im Stock geirrt?" fragte ich. "Sieht wohl so aus." sagte sie. Wir ließen die Teile unseres zerlegten Kastens also alleine an der Wand lehnen und machten uns ein Stockwerk tiefer auf die Suche nach unserem Keller. Doch auch dort war nichts zu finden und auch in den beiden anderen Kellergeschossen war er nicht dabei. Wo war unser Keller?!

Mir kam dann die glorreiche Idee, dass er vielleicht im anderen Komplex des Hauses sein konnte (wir wohnen in der Mitte und Kellergeschosse gibt es jeweils auf der linken und rechten Seite des Hauses, jedoch sind die beiden Bereiche nur getrennt begehbar und zwar über den Wohnbereich oben). Wir fuhren also mit dem Lift wieder nach oben, einmal quer durch den Gang, und mit dem anderen Lift wieder nach unten. Dort durchsuchten wir systematisch Stock für Stock und - Wunder oh Wunder - wurden fündig. Unser Keller, es gab ihn wirklich, Halleluja! Soweit so gut...

Das Problem war nun aber, dass unser ganzer Kram, die vielen sperrigen, großen Einzelteile auf der anderen Seite des Gebäudes lagerten und kein direkter Weg von Keller A nach Keller B führte. Was also tun? Wieder alles in den Lift packen, mit dem Lift nach oben, alles aus dem Lift ausräumen, quer durch den Gang tragen, in den anderen Lift einräumen, wieder aus dem Lift ausräumen und in den Keller tragen?! Oh Gott bitte nicht! Dabei wäre doch alles so einfach gewesen... Der Weg von der Wohnung in Keller B wäre mit Leichtigkeit zu bewältigen gewesen. Aber nein, wir mussten ja erst auf die falsche Seite. Ein neuer Plan musste her. Wie, nur wie, bringen wir den elendigen Kasten schnellstmöglich in den Keller? Da plötzlich die rettende Idee - durch die GARAGE! Soweit so gut...

Also zurück zu Keller A, (der Kasten war immer noch da - verdammt), die ersten Teile geschnappt und - STOP! Erst mal kontrollieren ob der Plan mit der Garage aufgeht. Also rein in die Tiefgarage, einmal durchquert, raus in Keller B und - AHA! Falsches Stockwerk. Wieder zurück, Bretter in den Lift geladen (standen ja zum Glück gleich daneben), ein Stockwerk hinunter gefahren, alles ausgeladen, quer durch die Garage geschleppt, dann in Keller B damit, nochmal die Stiegen runter gehievt, rein in unser Kellerabteil, Schloss verrieglt und auf nimmer wiedersehen du gottverdammtes Teufelsding!

Für eine Aufgabe von 15 Minuten haben wir also nur 1 1/2 Stunden gebraucht.

Das waren sie, die Schildbürger 2010.

Mary

Bist du nicht müde, nach so vielen Stunden
Du wankst und taumelst, deine Füße zerschunden
Drehst dich im Kreis, bis der Tag verschwimmt
Und hoffst am Ende, dass die Nacht dich noch nimmt
(Wir sind Helden - Bist du nicht müde)


5.10.10 21:33


Sarcasm

Josh tilted his head like a bewildered dog. "I didn't get that from your father's answer."
"It's sarcasm, Josh."
"Sarcasm?"
"It's from the Greek, sarkasmos. To bite the lips. It means that you aren't really saying what you mean, but people will get your point. I invented it, Bartholomew named it."
"Well, if the village idiot named it, I'm sure it's a good thing."
"There you go, you got it."
"Got what?"
"Sarcasm."
"No, I meant it."
"Soure you did."
"Is that sarcasm?"
"Irony, I think."
"What's the difference?"
"I haven't the slightest idea."
"Sou you're being ironic now, right?"
"No, I really don't know."
"Maybe you sould ask the idiot."
"Now you've got it."
"What?"
"Sarcasm."

Lamb - The Gospel according to biff, Christ's childhood pal
Christopher Moore

Da ich keine zwei Sätze ohne sarkastischen Unterton zustande bringe und ich nicht wüsste wie ich mich ohne mitteilen sollte fand ich besonders diese Passage aus Christopher Moore's Meisterwerk Lamb sehr amüsant und möchte sie euch deshalb nicht vorenthalten. Für jeden der das Buch nicht kennt - unbedingt lesen, am besten in der Originialsprache Englisch.

So wisst ihr nun wie der Sarkasmus erfunden wurde, von Biff, dem Spielkameraden von Joshua (Jesus) und das schon mit stolzen 10 Jahren.

Mary

3.10.10 22:56


Was Frauen wollen

Heute, ca. 9.15 Uhr
Tür auf, raus auf die Straße, ein mir gänzlich fremder Typ kommt mir entgegen, bleibt stehen:

"Hey Süße"
Ich gehe an ihm vorbei.
"Wie gehts dir?"
"Passt schon, danke."
Ich gehe weiter.
"Hast du einen Freund?"
Ich verkneife mir ein Kommentar und gehe weiter.
"Ich hab dich lieeeeeb" brüllt es aus nunmehr 100m Entfernung.

Schöner Start in den Tag oder?

Was Frauen wollen möchtet ihr gerne wissen? DAS nicht!
Liebe Männerwelt, ich verrate euch nun ein Geheimnis: Viele Frauen warten einfach nur darauf angesprochen zu werden - denn WIR machen nicht den ersten Schritt. Doch mit so plumpen Anmachen kommt man bei uns auch nicht weiter, es sollte schon ein Hauch an Witz und Fantasie dabei sein. Natürlich kann man mit einem 'Hey, deine Augen würden bestimmt gut zu meiner Bettwäsche passen." auch punkten wenn man es nur humorvoll und sarkastisch genug rüberbringt. Doch grundsätzlich sollte die erste Kontaktaufnahme einfach ehrlich und sympatisch wirken. Ist der erste Schritt erst mal getan übernimmt Frau gerne wieder das Ruder und hält das Gespräch am Laufen wenn der Mann gefällt.

Passend zu diesem Thema las ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit einen Artikel in der Zeitung welcher davon handelte, dass die meisten Singles am Liebsten in der U-Bahn flirten - Frauen lieber morgens, Männer lieber Abends.

Also was heißt das nun für euch? Früh aufstehen, ein Lächeln aufsetzen und immer einen sympatischen Spruch auf Lager haben.

Mary

Dideldum, dideldei, ist da noch ein Platzerl frei?
So allein, schöne Frau, mei, san ihre Augen blau!
Tirili, irgendwie, tirilo, kenn' ich sie von irgendwo.
(EAV - Küss die Hand schöne Frau)

16.9.10 21:54


Raindrops keep fallin' on my head...

Prognose für Wien -  Dienstag, den 31. August 2010
Bis in die Nacht hinein regnet es häufig, nur allmählich nehmen Regenintensität und -häufigkeit ab. Dazu bläst oft starker, mitunter sogar stürmischer Wind aus West bis Nordwest. Die Temperatur kommt heute kaum über 13 Grad hinaus, der Tiefstwert der Nacht beträgt rund 11 Grad.

Noch im Halbschlaf erhebe ich mich wie jeden Morgen um 8 Uhr aus meinem Bett, begebe mich zum Fenster um der Welt einen guten Morgen zu wünschen und sehe nichts als grau in grau, gepaart mit strömendem Regen - so beginnt der Tag doch schon mal gut. Aber nicht so schlimm, ich bin ja eine Frohnatur. Ziehe mich warm an und eile gut gelaunt aus dem Haus, verpasse die Straßenbahn, aber egal - es gibt ja immer eine Nächste. Diese dann erwischt, lasse ich mich auf den Sitz plumpsen und *platsch* mitten in eine kleine Pfütze gesetzt - danke lieber Fahrgast vor mir, dass du deinen nassen Regenschirm auf einen davor trockenen Sitzplatz gelegt hast. Mit nasser Hose also weiter quer durch die City gedüst (sowas fällt ja zum Glück in Wien nicht weiter auf), gleich mal meinen Anschlusszug verpasst, und dabei ein verärgertes Gesicht nach dem anderen gesehen. Man hört Gesprächsfetzen (in allerlei Sprachen).. "es ist zu kalt...", "immer dieser Regen..." und ich denk mir nur - "Liebe Leute... könnt ihr euch noch erinnern, dass ihr vor gut einer Woche noch über die Hitze gejammert habt? Euch kann man es aber auch wirklich nicht recht machen." Aus der U-Bahn ausgestiegen, Schirm aufgespannt, ein paar Meter gegangen, Schirm sich wegen Wind auf links gedreht, Schirm daher wieder zugemacht, im Regen weiter zur Arbeit spaziert, und nur gedacht:

Those raindrops are falling on my head, they keep falling...

 Mary 

31.8.10 21:03


Sind Türken die bessern Männer?

"Man will doch unvoreingenommen sein, oder? Man hat keine Vorurteile gegen Menschen anderer Nationalitäten, Kulturen, Religionen. Wir leben alle auf dem selben runden Ball und nur weil jemand eine andere Hautfarbe hat, eine andere Sprache spricht, einen anderen Gott anbetet ist er doch kein besserer oder schlechterer Mensch als man selbst, nicht wahr?"

... denkt es sich und geht zu ihrem ersten "Date" mit einem Türken. Wie man als Österreicherin einen Türken kennenlernt? Online natürlich. Wo sonst soll man heutzutage noch seinen Traummann treffen? In der U-Bahn auf dem Heimweg von der Arbeit? Im Supermarkt in dem Moment als man gleichzeitig zur letzten Flasche 'Martini Asti' im Regal greift? In einem Club wo dich ein Fremder vor einem üblen Typen 'rettet' der dich anbaggert? Wunschträume meine Lieben,... Wunschträume.

Da war ich also. Stand vor seiner Tür. Hatte all die gut gemeinten Ratschläge meiner Freunde ignoriert. ("Ein Türke??? Aber du weißt doch wie die sind." ... "Tu das nicht, die unterdrücken und schlagen doch ihre Frauen".) Noch einmal tief durchatmen, mit den Händen die Haare zurechtwuscheln und die Klingel gedrückt.

Der erste Eindruck war nett, sympathisch. Die Situation war überhaupt nicht steif oder seltsam wie ich erwartet hatte. Wir verstanden uns wirklich gut, vom ersten Moment an. Wir redeten, lachten, aßen gemeinsam,.. der Kulturunterschied war egal, nicht vorhanden, nicht spürbar.

Der erste Abend war vorbei, die Barriere gebrochen. Das ist jetzt fast genau zwei Wochen her. Ich war gerne bei ihm, es war schön. Wir sahen Filme, tauschten kulturelle Erfahrungen aus, ich bekam sogar die Füße massiert. Zwei Menschen die sich gut verstehen und gemeinsam ihre Freizeit verbringen. Er rief mich an, regelmäßig, nach der Arbeit. Wir sahen uns fast täglich, für ihn konnte es nicht oft genug sein. Doch bin ich ein freiheitsliebender Mensch, ich mache gerne was ich will und wann ich es will. Ich habe auch ein paar mal bei ihm übernachtet (ist nicht so witzig spät Nachts mit den Öffis allein quer durch Wien zu rauschen) Doch ein paar mal war nicht genug, jeden Tag wäre ihm am liebsten. Ein nein wird nicht akzeptiert. Da wird lieber noch zehn mal überredet und nachgefragt (und sogar 'bitte' gesagt!).

Aber nein, geschlafen habe ich bisher nicht mit ihm. Natürlich wollte er, aber muss denn wirklich immer alles so schnell passieren? Oder sind zwei Wochen in der heutigen, schnelllebigen Zeit schon eine kleine Ewigkeit? Ich weiß es nicht. Aber das ist natürlich auch eine Sache die zwischen uns steht. Er versteht mich in der Hinsicht wohl genauso wenig wie ich ihn. Ich versuche ihm zu erklären, dass ich mir Zeit lassen will, er fragt mich ob ich ihn für schwul halte. Was hat denn bitte das eine mit dem anderen zu tun?! Ich sage ihm, dass wir uns nicht wiedersehen müssen wenn es ihm zu lange dauert und er keinen Bock hat zu warten, er sagt ich wäre kalt wie eine Mauer zu ihm.

Er ist witzig, er ist nett, er ist stark, er ist fordernd, er ist interessant, er ist charmant, er ist aufmerksam. Aber er ist besitzergreifend, er ist zickig, er ist launisch, er ist drängend.

Er ist ein Mann.

Sind Türken nun also die besseren Männer?
Mein Fazit: Nein. Sie sind weder besser noch schlechter. Die KULTUR und die RELIGION machen also nicht den Unterschied. Es geht immer um den Menschen. Das habe ich gelernt.

Mary

Wenn alle Männer Mädchen wären, dann wär die Welt perfekt
Keine Bomben, keinen Hass, kein Mensch, der dich erschreckt
Wenn alle Männer Mädchen wären, wärs paradiesisch hier
(Die Ärzte - wammw)

23.8.10 20:39


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